Wie unterrichtet man Themen der Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts?

Start: 20.06.2019, 15:30 Uhr Ende: 22.06.2019, 13:00 Uhr
Für: Lehrerinnen und Lehrer sowie Pastorinnen und Pastoren, die an Gymnasien und Gesamtschulen evangelischen Religionsunterricht erteilen
Leitung: Rainer Merkel, Dr. Johannes Kubik

In diesem Fortbildungskurs wollen wir uns sowohl mit grundsätzlichen Erwägungen zur Didaktik der Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts als auch mit konkreten Unterrichtsbeispielen auseinandersetzen und dabei sowohl „Kirche in der DDR“ wie auch „Kirche in der NS-Zeit“ in den Blick nehmen.

Es gibt gute Gründe, die Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts im RU zu thematisieren: Erstens der drohende Verlust eines historischen Bewusstseins, wenn junge Generationen den Bezug zu den einschneidenden Wendepunkten des 20. Jahrhunderts verlieren und zugleich ein ausgrenzender Nationalismus aufkeimt. Zweitens der curriculare Anspruch, sowohl in 7/8 („wichtige Kirchengründungen und Kirchenspaltungen“), in 9/10 („Verhältnis von Kirche, Staat und Gesellschaft“) wie auch in der QP („Verhältnis von Kirche und Staat in einer exemplarischen geschichtlichen Situation“) kirchengeschichtliche Themen zu unterrichten. Drittens die Überzeugung, dass es in der KG sehr wohl Schätze gibt, die es wert sind, didaktisch gehoben zu werden; sei es, indem man das scheinbar alte Thema „Kirche in der NS-Zeit“ einer didaktischen Revision unterzieht und es neu akzentuiert, sei es, indem man sich an das Thema „Kirche in der DDR“ heranwagt, fachwissenschaftlich und unterrichtspraktisch. Im Fortbildungskurs nehmen wir kirchengeschichtsdidaktische Positionen auf, die aktuell veröffentlicht und diskutiert werden.